Die TITANS4 RX Serie ist eine von Max J. Pucher neu ins Leben gerufene Rallycross-Serie mit FIA-Prädikat, die
europaweit ausgetragen wird. Gefahren wird mit Pantera Einheitsfahrzeugen, die mit drei
verschiedenen Bodykits zu sehen sind. Als Motor dient ein aufgeladener Fordmotor mit über 500 PS.
Der Samstag in der MJP-Arena dienten nur zum Kennenlernen der Strecke und zur Abstimmung der
Fahrzeuge. Seeliger machte sich sehr schnell mit der Strecke vertraut und fuhr die Bestzeit im
Supportrace ein, sein Fiesta ST lief problemlos. Obwohl es nur ein Testlauf war gaben die Teilnehmer
alles, so kam es dazu das, Seeliger in einem Zweikampf mit seinem östereichischen Kontraenten
"Schadenhofer" das Nachsehen hatte.

Seeliger war deutlich schneller als Schadenhofer in seinem Turbo geladenen Golf, doch Schadenhofer gab nicht nach sodas Seeliger auf seiner Linie den Golf von Schadenhofer touschierte. Das Ergebnis war ein Schaden am Vorderwagen und am Kühler, doch das
Team von Seeligderracing konnte alle Schäden in kurzer Zeit beheben.
Durch einen nervösen Gasfuß passiert auch einem erfahren Rallycrossfahrer auch mal ein Fehlstart.
Da es in der neuen Rallycross Serie keine Joker-Lap gibt, die zwingend gefahren werden muss, wird
eine Art Joker-Lap für disziplinarische Maßnahmen der Rennleitung genutzt. Durch Seeligers Fehlstart
lernte er auch diesen Umweg kennen. Er fuhr jedoch in seinem Vorlauf so schnell, dass er trotz Strafe
diesen gewann. Nach starken Vorlaufergebnissen stellte er den Ford Fiesta ST im Finale auf Startplatz
zwei. Dort hatte Seeliger es erneut mit dem Golf von Schadenhofer und dem Mercedes von Gerald
Woldrich zu tun.

Beide Fahrer treten mit ihren Fahrzeugen in der österreichischen Rallycrossmeisterschaft in der Klasse der Supernationals mit über zwei Liter Hubraum an, diese leisten über 400 PS. Seeligers Fiesta ST mit 1,6 Liter Hubraum hat gerade mal die Hälfte an Leistung
und stand am Start des Finales gegen die zwei österreichischen Boliden chancenlos da und begann an
dritter Stelle liegend das Finale. Nach mehreren gefahrenen Runden schied Schadenhofers Golf mit
technischen Defekt aus, sodass sich Seeliger ein sehenswertes Duell mit dem eigentlich
unterlegenden Auto gegen den Mercedes von Woldrich rundenlang Stoßstange an Stoßstange
lieferte. Am Ende war trotz 100 prozentigen Einsatz kein Kraut gegen den Mercedes gewachsen, und
es sprang Platz zwei für Seeliger und sein Team heraus. Das nächste Rennen, an dem Seeliger mit
seinem Ford Fiesta ST teilnimmt, ist am 2. Juni der Lauf zur Belgischen Rallycrossmeisterschaft auf
dem Estering in Buxtehude.

Text: European Rallycross Informations / Sarah Meister
Fotos: European Rallycross Informations / Dirk Meister